Rundgang Kunstakademie 2016

Manch einer mag jetzt die Hände über den Kopf zusammenschlagen und denken: „OMG, nicht noch so ein Menschenwesen, dass auf der Tsunami-Welle der Blogger reitet und das Internet mit semi sinnvollen Wortbeiträgen überschwemmt….“
Tja, so ist aber die harte Lebensrealität und das ist jetzt einfach so. Schauen wir, was kommt. In meinem Fall, viele Bilder mit einigen Wortbeiträgen. Und keine Panik, ich poste nicht täglich. Das reale Leben ist mir dafür viel zu wichtig. Das ganze konkurriert mit anderen wichtigen Dingen. Irgendwann muss ich ja schließlich auch meine Fotos machen und planen oder meinem alltäglichen Beruf nachgehen um meine Miete / meine Reisen zahlen zu können und irgendwann muss ich meine ganzen Reisen auch erträumen, planen und machen.
Ich habe einfach Lust, Menschen an meinen kleinen und großen Fototouren teilhaben zu lassen. Manchmal passieren dabei einfach so lustige Anekdoten oder sinnsuchende Gedanken, die in die Welt hinausgetragen werden wollen.
Und es liegt schlussendlich in der Wahlfreiheit des Lesers/Betrachters, ob Beiträge konsumiert werden oder ob man sich zur nächsten informativ, unterhaltsamen Website weiterklickt.
Feel free to stay.

 

 

Genug der einleitenden Worte. Mit meinem ersten Beitrag möchte ich etwas Lokalpatriotismus betreiben:

Ich lebe in Düsseldorf. Wer die Stadt kennt, ob nun durch das alltägliche Leben oder durch Besuche, der weiß, das Aushängeschild der Stadt sind die Schönen und Reichen. Das BlingBling der Kö und das Hipstervolk der Menschen, die im Medienhafen in ihren überdesignten Büros hocken und „was mit Medien“ machen. Ja, das ist Düsseldorf. ABER das ist lediglich ein Teil davon – nicht mein Teil. Ich mag die Subkulturen, die zwar klein, aber dafür schnuckelig sind. Und ich mag alles was nicht typisch Düsseldorf ist. Ja, das sagt die Frau, die recht häufig den Medienhafen oder den Rheinturm vor der Linse hat.

 

 

Let`s start.

Zweimal im Jahr gibt es in den heiligen Hallen der Kunstakademie den Rundgang, bei welchem die Studierenden ihre Abschlussarbeiten des Semesters präsentieren. Für mich ist es mittlerweile schon ein wenig zur Tradition geworden, dort vorbeizuschauen. Ich mag die kreative Atmosphäre, die langen Flure, die hohen Decken in den Räumen, die Terrasse mit einem fantastischen Blick über Düsseldorf und natürlich auch die künstlerischen Ergüsse der Studenten. Gut, über Kunst lässt sich streiten. Und ich bin absolut kein Kunstkenner. Ich kann sagen, was mir gefällt und was nicht. Alles rein subjektiv. Zu objektiven Einschätzungen und Bewertungen lasse ich mich nicht verleiten. Ein persönliches Highlight sind für mich aber ich immer wieder die Menschen, die mir dort begegnen. Nicht nur die Künstler, sondern auch das Publikum. Ich liebe es, die Menschen zu beobachten. Wenn man von so ein paar Ausnahmen absieht, strahlen die Leute etwas aus, was so gar nicht Düsseldorf ist. So manch ein Paradiesvogel verirrt sich in den Fluren und ich frage mich immer wieder, wo die Leute sich den Rest des Jahres verstecken. Düsseldorf wäre so viel liebenswerter, bunter und reicher, wenn mehr menschliche Unikate durch die Straßen schlendern würden…

 

 

In der vergangenen Woche war es wieder soweit. Für ein paar Tage öffnete die Akademie ihre Pforten. Ich bin ehrlich, im vergangenen Jahr war ich nicht so begeistert, von dem Rundgang. Irgendwie haben mir die Arbeiten nicht so zugesagt. Warum auch immer. Wie gesagt, es ist meine subjektive Sicht und keine Sicht von einer Kunstkennerin. In diesem Jahr war ich aber doch sehr angetan von recht vielen Arbeiten. Meine Begeisterung hält auch weiterhin in. Ich fühle mich inspiriert und noch immer Reizüberflutet, obwohl es bereits eine halbe Woche her ist, dass ich durch die unendlichen Flure geschlendert bin.

 

 

Ein paar fotografische Impressionen von meinem kleinen Ausflug will ich euch nicht vorenthalten. Vielleicht sieht man sich ja mal auf einem der nächsten Rundgänge. Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon darauf.

 

 

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