Nacht der Museen

Schwups… is schon wieder zwei Wochen her. Die Zeit rast und ich wollte noch etwas zur Düsseldorfer Nacht der Museen loswerden… Ja,  okay. Eigentlich wollte ich nur ein paar Bilder posten aber ein wenig Alibitext hat auch noch niemandem geschadet.
In meinen 16 Jahren, die ich nun schon in Düsseldorf lebe, war es meine zweite „Nacht der Museen“. Fazit? Es war nicht die letzte, beim nächsten Mal muss ich aber irgendwas anders machen. Vielleicht besser planen, ausgeschlafener sein oder nicht so gestresst von einer Überdosis Menschen.

 

 

Ich war mit meinem wertesten Herrn Bruder unterwegs und Frau L. unterwegs. Als bekennende Streetartfetischistin, wurde erstmal im Pretty Portal der Abend eingeleitet. Hätte ich etwas Geld übrig, würde ich sicher das ein oder andere Kunstwerk käuflich erwerben. Da dem leider nicht so ist, bleibt es beim gucken und anschmachten. Der kleine Laden ist natürlich recht schnell abgegrast, daher ging es dann zügig weiter Richtung BuiBui. Ich erinnere mich an Foodtrucks und Lichtinstallationen. Und natürlich fand ich die Ateliers sehr beeindruckend. Erneut kam der Impuls auf: „Verdammt, ich brauche auch ein Atelier für Kunst und Schabernack!“ – Aber das ist eine andere Story.

Eigentlich wollten wir dann hoch auf das Mannesmann Hochhaus. Nicht der Kunst wegen, sondern um unser schönes Düsseldorf von oben zu genießen. Ihr wisst, für Rooftopping bin ich immer mit großer Begeisterung zu haben. Die Rooftops dieser Welt meinen es allerdings nicht immer gut mit mir. So auch an diesem Abend. Gerade angekommen sahen wir außer einer riesigen, wartenden Menschenschlange nicht viel. Keine Chance auf ein Hochkommen, es sei denn man hat die Geduld, 1-2 Stunden zu warten. Die hatten wir nicht. Scheiß auf Rooftopping.
 
Im KIT sind wir dann eher zufällig gelandet. Aus Frust sozusagen. Was bitte war das für Kunst? Ich fühlte mich doch sehr stark in die Körperweltenausstellung zurückversetzt. Nur irgendwie fetischlasitger. Ein bisschen Saw war irgendwie auch dabei. Auf gut deutsch heißt das: Wir waren ganz schnell wieder draußen, wir Kustbanausen.

 

 

 

Weiter gings also zum Rheinraum. Nicht der ehemaligen öffentlichen Toilette wegen, sondern wegen dem…. (Achtung, vegetarisch-vegane Leser bitte diesen Absatz überspringen!)… Wustzirkus von Peter Inhoven. Beste Bratwurst von Düsseldorf sag ich euch.  

Rings um unseren städtischen Schandfleck um den Worringer Platz gab es auch noch interessante Entdeckungen. Das gute WP8 konnte mich leider nicht sonderlich beglücken. Verraucht, voll und laut. Aber das Hotel Friends hat uns alle doch sehr beeindruckt. Es gab dort Süßigkeiten aus der Kindheit zu kaufen. Ich sag nur „Magic Gum“, die prickelnde Kaugummifreude aus dem kleinen Tütchen mit dem Marsmännchen daruf. Damals hab ich das geliebt. Heute weiß ich, dass nach dem prickelnden knistern im Mund der Spaß aufhört. Als erwachsene ist man wohl doch ein wenig verdorben durch die Vernunft. Mein erster Gedanke: „Das kann nicht gut für die Zähne sein.“ Und wisst ihr was? Nach zwei Minuten Kaugummispass hat das Zeug keinen Geschmack mehr. Also ab in die Tonne damit. Aber der kurze Kindheitskick war großartig!

 


Oh… und kennt ihr die Ateliergemeinschaft auf der Worringer Straße? Frau L. bezeichnete das ganze so liebevoll als Opiumhöhle, dass ich gerne daran zurückdenke und rückblickend der festen Überzeugung bin, dass wir uns auch ohne Zufuhr von Drogen in einen tranceartigen Zustand begeben hätten, wenn wir noch länger dort geblieben wären. Egal. Ich fand es großartig.  

 Zu erwähnen wäre, wir haben einen Großteil der Stadt zu Fuß abgeklappert und dabei so einige Kilometer gemacht, bis uns die Füße schmerzten. – Hey, wir sind alle über 30, da ist es legetim um 22 Uhr offen auszusprechen, dass man jetzt eigentlich gerne nach Hause auf die Couch würde um die Füße hochzulegen und die Reizüberflutung zu verarbeiten. Also kurzes Gejammer und weiter geht`s. Bis ein Uhr haben wir wacker durchgehalten, den kleinen Bruder noch schnell mit Konfetti, Magic Gum und billigen Weißwein zu seinem  31. Geburtstag zugeprostet um dann ganz einsiedlerkrebsig jeder für sich in seine Wohnung zu gehen und die Ruhe in den vier Wänden zu genießen.

 

         

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